Sonntag, Juli 12, 2009

Koh Phangan

Seit ein paar Tagen bin ich auf der Nachbarinsel von Koh Samui, die Koh Phangang heisst. Ich hatte einen Traveller getroffen, der mir einen Teil der Insel zeigte und mir half Unterkunft und eigenes Motorbike zu mieten - wirklich sehr nett. Ich hatte ein Huette direk am Strand, wie das Foto beweist und haette dennoch heulen koennen - hab ich auch. Es waren naemlich irgendwie schlechte "vibrations" wie ein paar Leute hier gern sagen.














Im Klartext bedeutet das, dass dort kaum Leute waren. Nur Langzeittraveller, die Wochen dort sind und um es mal direkt zu sagen: so gut wie nix machen. Zudem war es dort super einsam. Aus diesem Koller heraus hatte ich auch kein Interesse an indischem Tanz oder Diskussionen darueber, dass alles miteinander verbunden ist, der Baum und ich nicht so unterschiedlich, weil wir doch beide Leben, wachsen und uns ernaehren. Noch weniger Interesse hat ich an Fragen zu Familienplanung und der Hoehepunkt, als ich sagte das ich weder "touched or kissed" werden moechte, die Antwort zu bekommen: "I am sorry for you. Hope you will be happy with you alone and without get connected to other people." Unverschaemt.

Nun denn ich wohne jetzt in der Naehe eine sehr touristischen Ortes mit Leuten, die (ACHTUNG) tatsaechlich hier sind zum Vergnuegen, die die wunderschoenen einsamen Straende einfach bevoelkern und Laerm machen. Wunderbar. Ne Huette am Strand habe ich trotzdem. Fuer nur 4 Euro am Tag. Dass ich dafuer selbst die Toilettenspuelung bin und Wasser nachschuette erwahne ich mal nicht.
Und sonst so? Gerade ein deutsche getroffen, mit der ich zu einer Party gehen werde und Mittwoch gehts dann nach Malaysia. Bis dahin ein paar Bilder:
Vor dem Big Buddha auf Koh Samui



















Die Rasselbande im Haus meiner Freunde auf Koh Samui. 8 Wochen alt und sehr verfessen.
















Meine Unterkunft auf Koh Phangan







Had Rin Beach
Koh Phangang - hier macht Motorbike fahren Spass

Dienstag, Juli 07, 2009

Geduld

Das erste, was ich beim Reisen in Asien gelernt habe ist, dass hier vieles etwas länger und der Reisende vor allem Geduld braucht. Da ich morgen auf die Nachbarinsel fahre, dort ein paar Tage bleibe, dann vielleicht noch eine weitere Insel sehe, bevor ich zurück nach Bangkok fahre, weiß ich noch nicht, wie oft ich im Internet sein werde. Deshalb erstmal ein längerer, zweigeteilter Blogeintrag, weil der nächste vielleicht auf sich warten lässt:

1. Die Sache mit dem Fliegen
Von Hongkong flog ich mit Ethiopian Airlines nach Bangkok. Schon der Check-in war abenteuerlich, da die Afrikaner mehre dutzende Kisten mit an Bord nehmen wollten. Nach stundenlangem Warten saß ich in der Maschine, der man deutlich ansah, dass sie bereits sehr, sehr viele Flüge hinter sich hatte. Ich blies mein Nackenkissen auf und war schon fast eingeschlafen, als ich einen Tumult bemerkte. 20 Afrikaner standen in der Mitte des Flugzeugs und diskutierten aufgeregt. Wir standen im Airport. Viele, viele Minuten später, hatten fast alle ihre Sitze verlassen und zwei New Yorker Jungs saßen in meiner Nähe. Sie erzählten mir, dass ein Fahrgast einen Flugbegleiter geschlagen haben soll und sich nun weigerte das Flugzeug zu verlassen. Die Polizei wurde gerufen.

Ewig später traf die Polizei ein. Das änderte nichts. Nun wurde in afrikanischen Stammessprachen, auf Englisch, Französisch und Chinesisch diskutiert. Jeder Afrikaner hatte etwas zum Thema zu sagen.

Ewig später erklärten sich zwei Fluggäste - starke Männer - bereit, während des Fluges neben dem Mann der zugeschlagen hatte zu sitzen und auf ihn aufzupassen. Das führte zu weiteren, hitzigeren Diskussionen.

Ewig später sagte der Flugbegleiter dem Mann: "If you don't leave the plane, they'll come and beat you up." Das führt zu weiteren Diskussionen in allen Sprachen, mehr aber auch nicht.

Zwischendurch wurde alle aufgefordert sich wieder zu setzten. Das klappte immer so für zwei Minuten, danach rotteten sich die Afrikaner wieder zusammen um zu diskutieren, untereinander, mit dem Schlagkräftigen, dem Personal, der Polizei.

Ewig später bot ein afrikanischer Geschäftsmann Geld für ein anderes Ticket, wenn der Mann das Flugzeug verlassen würde. Diskussionen, aber keine Veränderung der Situation.

Geschlagenen zwei Stunden dauerte es bis der Mann das Flugzeug endlich verließ. Unfassbar. Ein Ewigkeit, die dazu führte, dass ich nachts um 3 Uhr am menschenleeren Flughafen in Bangkok landete. Glücklicherweise mussten die beiden New Yorker in ähnliche Richtungen und nahmen mich im Taxi mit, so dass ich sicher am Ende einer Seitengasse im Dunkeln, vorbei an Thai-Mädchen mit blonden Touristen im Arm, in meinem schönen Hostel landete.


2. Kleine Reiseerkenntnisse
  • einseitiger Sonnenbrand ist unschön, aber kinderleicht zu bekommen
  • frische Kokosnussmilch aus der Kokosnuss schmeckt gar nicht nach Kokosnuss
  • ganz frisches Kokosnussfleisch aus der Kokosnuss schmeckt auch nicht nach Kokosnuss
  • der Asiate sagt immer ja - das bedeuten selten, dass er Ahnung hat
  • auch vom Nichtstun bekommt man dreckige Fingernägel
  • Geckos machen Geräusche, als wären sie Vögel im Stimmbruch
  • Fleisch oder Eier kann man kühl oder in der direkten Sonneneinstrahlung aufbewahren
  • Ein Wasserbüffel im Garten ist dekorativer als gedacht
  • 25 Grad können äußerst frisch sein - im Sinne von kühl
  • Adäquate Badebekleidung wird oft überschätzt - leider
  • wo man hingehört, merkt man an der Toilette, die man liebt

Montag, Juli 06, 2009

Entspannung

Hier auf Koh Samui sind es durchgängig mindestens 30 Grad, meist mehr. Da braucht man sich gar nicht viel bewegen, um ins Schwitzen zu kommen. Dennoch haben mich meine Gastgeber um die ganz Insel gefahren und mir die wichtigsten Punkte gezeigt. Ich wurde von einem Mönch glücksbringend gesegnet, probierte das beste Essen und badeten an den weißesten Stränden. Nach all der Anstrengung mussten wir uns gestern Entspannung gönnen: 60 Minuten Öl-Massage am Strand und was soll ich sagen - ich war sehr entspannt. Einige Handgriffe habe ich mir gemerkt und werde sie zu meinen eigenen - in aller Bescheidenheit oft gelobten - Fertigkeiten hinzufügen. Jetzt muss sich nur noch ein Opfer finden, an dem ich das mal ausprobieren kann.

Wie schön die Insel sonst so ist, zeigen die Bilder.

Friedhoft für Geisterhäuschen



















Hin Ta & Hin Yai Lamai Beach















Mönchssegnung














Namuang Waterfall
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Lipa Noi Beach 2














Som Tam, Coconut, Rice






















Namuang Waterfall



















Mae Nam Beach 2

Freitag, Juli 03, 2009

Welcome to paradise

Ich war in Bangkok und bin seit gestern auf Koh Samui und es ist paradisisch hier. Weißer Sandstrand, türkisfarbenes Wasser und von meinem Zimmer aus ein Blick über die Palmen direkt aufs Wasser. Fotos gibt es davon leider noch nicht.
Warum?
Weil Frau Lenny_und_Karl ankam, baden ging und danach ganz schrecklick krank wurde. Stundenlang entfernte sie sich nur wenige Meter vom Bad - Übelkeit wie ich sie noch nie hatte. Gründe gibt es viele: Reisestress, Essen, Jetlag - all das zusammen irgendwie. Aber meine Gastgeber kümmern sich ganz wundervoll und sind sehr besorgt. Deshalb gehts mir heute schon besser.

Bis ich Fotos von Koh Samui habe, gibt es jetzt erstmal ein paar Fotos von Hong Kong.


Wohnung auf in Soho Hong Kong Island














Skyline Hong Kong Island














Skyline Hong Kong Island














Mid Level Elevators - längste Rolltreppe der Welt (hier sieht man nur 10 Prozent davon)



















Blick über Hong Kong Island bei Nacht














Skyline Hong Kong Island - mal nicht bei Regen














Lobster Balls - schmeckte auch nach Fisch - Konsistenz war gewöhnungsbedürftig - komischerweise wurde mir da nicht schlecht














Waschtag














Gegensätze auf Hong Kong Island














Hochhäuser Hong Kong Island



















Irgendwo in Kowloon Hong Kong



















Goldfish Market



















Hunde-Waschstation

Dienstag, Juni 30, 2009

Fragen ueber Fragen

Ein kurze Hong Kong Zusammenfassung ohne euch mit touristischen Details zu nerven:

  • Laengste Rolltreppe der Welt gesehen und befahren. Allein der Weg die Stufen wieder herunter dauerte 25 Minuten
  • Mit der Tram den Berg auf Hong Kong Island hinauf und dann den Blick ueber das naechtlich erleuchtete Hong Kong genossen. Atemberaubend!
  • Avenue of Stars mit der beliebten Bruce Lee Statue
  • Museum of Arts
  • Lobster Ball an einem Strassenstand gegessen und ueberlebt
  • Zwei Naechte in einem Zimmer ohne Fenster oder Tageslicht
  • Die dreckigsten Toiletten hat auch hier: Mc Donald - das erste Mal, dass ich die Desinfektionstuecher wirklich brauchte
  • Die Kollegen im Hong Konger Buero haben wirklich wenig, wenig Platz.
Eine Zusammenfassung in Bildern gibt es dann die Tage hoffentlich. Ansonsten frage ich mich folgendes:
  1. Alles wird hier desinfiziert. Ich habe mir mit nicht-desinfizierten Haenden ins Gesicht gefasst: Welche genau sind die Symptome von Schweinegrippe?
  2. Wenn ich mit Desinfektionsmittel die Haende wasche, aber das Wasser keine gute Qualitaet hat, sind sie dann wieder schmutzig?
  3. Wie soll ich ungewaschenes Obst waschen, wenn das Wasser aus dem Hahn nicht verzehrt werden darf?
  4. Darf man Desinfektionsmittel schlucken?
  5. Was passiert nachdem ich mit dem Dreckswasser die Zaehne geputzt und den Mund gespuelt habe?
  6. Warum sehe ich hier (Hong Kong) nur Europaeer, Amerikaner etc. mit asisatischen Frauen und nicht umgekehrt?
  7. Stimmt es, was man ueber asiatische Maenner sagt?
  8. Falls ja, hat sich 6. dann erledigt?
  9. Will ich wirklich wissen von wem das tiefschwarzw ca. 4 cm lange Haar an meinem Hostel-Handtuch stammt?
  10. Und warum ist es unmoeglich ein Essen zu finden, das nicht pork, chicken, beaf oder fish enthaelt?

Samstag, Juni 27, 2009

Welcome to Hong Kong

Auf die Stunden geschaut war ich ewig unterwegs. Nehme ich den Flug von Hamburg nach London dazu, waren es rund 13,5 Stunden reine Flugzeit. Seltsamerweise fand ich es nicht sehr anstrengend. Die New Zealand Airline hat wirklich sehr bequeme Sitze, sowie kuschlige Decken und Kissen. Meine liebe Frau im Reisebuero hat mir ausserdem immer einen Fensterplatz reserviert.

Die Familie war zur Verabschiedung am Flughafen und ganz traurig. Muessen sie aber nicht. "Das ist wie Deutschland, nur weiter weg", habe ich versucht meine Mutter zu beruhigen. Ob es geklappt hat, bin ich nicht sicher.

Der erste Flug nach London\Heathrow hatte direkt 45 Minuten Verspaetung. Das machte es nicht einfacher auf diesem riesigen Flughafen innerhalb von 15 Minuten meinen Anschlussflug zu finden.

Doch wer meint, dass Heathrow schon riesig ist, dem kann ich jetzt nur sagen: Welcome to Hongkong! Um zur Gepaeckausgabe zu kommen, musste ich nicht nur ewig laufen, sondern auch einen Zug nehmen, der mich unterirdisch in die Naehe der Gepaeckausgabe brachte. Schlappe 10 Euro dann fuer den Zug Richtung Innenstadt, Hostel fast problemlos gefunden.

Noch bin ich der Versuchung nicht erlegen eine Michael Jackson-Gedaechtnis-Gesichtsmaske zu tragen. Hier ist das aber sehr schick - Schweinegrippe und so. Vielleicht ueberleg ich es mir noch, denn in meinem Zimmer riecht es, als ob das Grippeschwein gerade gekocht wird - mit Haut und Haaren.

Den Blick aus meinen Fenster kann ich grad nicht hochladen, sitz in einem Cafe mit Internetanschluss(aber ohne USB-Anschluss) und Klimaanlage. Deshalb bin ich hier auch gleich wieder raus. Da hier jedes noch so schaebige Auto oder Haus eine auf "superkalt" gestellte Klimaanlage hat, bin ich morgen bestimmt krank, aber dankbar ueber den tollen grossen Schal, den meine Schwester mir geliehen hat.

Freitag, Juni 26, 2009

Final Countdown

Heute um 18:05 Uhr geht es endlich los. Von Hamburg über London nach Hongkong. Auf meiner Flugliste steht eine Ankunft um 16:20 Uhr am 27.06. Ortszeit nehme ich einfach mal an.

Das Zimmer ist immer noch nicht leer. Dafür sind bereits alle Schränke ausgeräumt und beim Tragen der schwersten Kiste, habe ich mir diverse Läsionen an Armen und Fingern zugezogen. Danke nochmal für all die Musikhinweise, denen ich auf Grund der knappen Zeit dann nur noch bedingt nachgehen konnte, die geschickte Musik und die Wünsche.

In jedem Fall gibt es seit ein paar Wochen einen Song, der aus verschiedenen Gründen zu meinem Reisesong geworden ist - jedenfalls für den Start. Wer den hört, kann sich also sicher sein, dass ich diesen ebenfalls im Flugzeug dabei haben werde.

So bevor ich jetzt komische Dinge schreibe, schreib ich lieber mal: Wir lesen uns demnächst aus Hongkong! Wird schon!
Und jetzt Ruhe und Musik hören (ignoriert das schlimme Video - die Songversion gefällt mir nur am Besten):

 

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LennyundKarl